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Reisen

04
Mär2016
Tatacoa – Kolumbiens farbenfrohe Wüste reise-nach-kolumbien.de

Die kolumbianische Tatacoa Wüste liegt auf halbem Weg zwischen Bogotá und San Augustín. Schluchten, ausgewaschene Felsformationen und vor allem verschiedene Farbzonen prägen ein eindrucksvolles Bild.

Von Rot über Grau bis Grün – das Farbspektrum der Tatacoa ist einzigartig für eine Wüste. Die Farben sind allerdings nicht bunt gemischt, sondern jeweils prägend für ein bestimmtes Gebiet der Wüste. So geht der erste Abschnitt (Cuzco Sektor) von Grün in ein sattes Rot über, das bisweilen an jenes des Grand Canyon in den USA erinnert. Kakteen und Sträucher, die die Trockenheit vertragen, wachsen hier noch zwischen und auf den ausgewaschenen Felsen. Im zweiten Teil der Tatacoa (Los Hoyos Sektor) werden sie seltener und es überwiegen zunehmend Grautöne, die an eine karge Mondlandschaft erinnern. Immer wieder finden sich hier allerdings kleine Wasserstellen, die zur Erfrischung dienen können.

Die böse Schlange Tatacoa

Ihren Namen hat die Tatacoa-Wüste aufgrund der Schlangen, die hier früher lebten – inzwischen ist diese Art leider ausgerottet. Bis heute bedeutet Tatacoa in der Sprache der Ureinwohner „Böse Schlange“ und wird zuweilen auch zur Beschreibung einer „wütenden Frau“ herangezogen. Auf bis zu 50 Grad Celsius kann die Temperatur in der 330 km² großen Wüste steigen. Im Durchschnitt liegt sie bei 28 Grad, was ein ideales Umfeld für Skorpione, Insekten, kleinere Nagetiere und weitere typische Wüstenbewohner ist. Aufgrund ihrer Lage in der Provinz Huíla, zwischen Zentral- und Ostkordillere der Anden, wird sie von zwei Seiten vom Regen abgeschirmt. Die Bergspitzen der Anden überschreiten dort die 5.000-Meter-Marke und dienen als Wettergrenze. Menschen leben übrigens nur sehr wenige in der Tatacoa. Diejenigen, die es tun, verpflegen sich zumeist selbst, bauen Yuca und Mais an und halten sich einige Ziegen und Kühe.

Wer die Wüste besuchen möchte, sollte zunächst in die Provinzhauptstadt Neiva reisen und von dort aus weiter in die Wüste fahren. Der Weg führt mit dem Bus zunächst nach Villavieja am Rio Magdalena und dann weiter in die Tatacoa hinein. Es ist möglich, in der Wüste zu zelten und so den einzigartigen Sternenhimmel nachts zu erleben. Aufgrund der Nähe zum Äquator sowie geringer Luft- und Lichtverschmutzung bietet sich hier ein einzigartiger Blick auf den Himmel der nördlichen und der südlichen Hemisphäre. Wegen dieser besonderen Bedingungen findet sich am Eingang zur Wüstenregion auch eine Sternwarte.

Unbedingt empfehlenswert: Festes Schuhwerk. Der steinige Untergrund und die vielen Kakteen machen dies unerlässlich.

 

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