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Land & Leute

02
Jan2014
Kolumbiens Städte – Bogotá ©Proexport Colombia und Reise nach Kolumbien

Bogotá, die Hauptstadt Kolumbiens, bietet dem Besucher gleichzeitig ein modernes und multikulturelles Flair sowie Trubel und viel Tradition. Was Ihr in Bogotá alles erleben könnt.

 

Die Hauptstadt Kolumbiens, Bogotá, liegt auf einer Hochebene, etwa 2.600m über dem Meeresspiegel. Offiziell wohnen hier acht Millionen Einwohner, aber es ist davon auszugehen, dass es in Wahrheit doch ein paar Millionen mehr sind. Die auf den ersten Blick hektische Stadt lädt förmlich dazu ein, das bunte Geschehen mit den zahlreichen Straßenhändlern zu beobachten, die Boutiquen und Läden nach Unikaten zu durchforsten, den Rhythmus der Stadt zu fühlen und das kulturelle Angebot auszukosten.

 

 

Kulturparadies Bogotá

Museum BoteroNeben seiner Rolle als Bildungszentrum Kolumbiens mit zahlreichen Universitäten und Hochschulen, gilt Bogotá vor allem als Museumsparadies. Nicht nur, dass es jede Menge bedeutende Museen in Bogotá zu bestaunen gibt, viele davon locken mit freiem oder sehr günstigem Eintritt. So ist das Museum Botero täglich kostenlos zu besichtigen und das Museo Nacional kostet weniger als 1 Euro Eintritt. An Sonntagen sind übrigens die meisten Museen in Bogotá kostenlos, auch das weltberühmte Museo del Oro im Zentrum der Stadt. Unnötig zu erwähnen, dass die Museen dementsprechend überfüllt sind an den Sonntagen. Insgesamt gibt es in Bogotá etwa 60 Museen und nochmal so viele Galerien. Hier gibt es eine Übersicht über alle Museen in Bogotá.

Theaterfestival in Bogotá

Aber auch anderweitig hat Bogotá in Sachen Kultur viel zu bieten: Beim Ibero-Amerikanischen Theaterfestival führen Künstler aus über 30 Ländern 17 Tage lang Theaterstücke auf den Bühnen Bogotás auf. Die Straßen sind dann ebenfalls kunterbunt, voller fröhlicher Menschen und unterhaltsamer Straßenkünstler.

Bogotá – Welthauptstadt des Buches

Das Engagement, die zig Millionen Einwohner Bogotás zum vermehrten Lesen und Schreiben zu bewegen, hat Bogotá im Jahr 2007 den Titel „UNESCO-Welthauptstadt des Buches“ eingebracht. Heute beheimatet die Stadt 102 öffentliche Bibliotheken, eine große Verlagsindustrie, 619 Buchhandlungen und vergibt den nationalen Literaturpreis “Ciudad de Bogotá”.

Graffiti in Bogotá

Ganz Kolumbien ist ein Paradies für Graffiti-Liebhaber. Vor allem die Hauptstadt Bogotá sprüht aber nur so vor bunter Street Art. Dabei soll Bogotá sogar die lateinamerikanische Stadt mit den meisten Graffitis überhaupt sein. Es lohnt sich also, die Augen offen zu halten, wenn man durch die Stadt läuft oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist. Für Graffiti-Fans gibt es sogar eigens organisierte Touren durch die Stadt in englischer Sprache, die zu den besten Street-Art-Werken führen. Weitere Informationen dazu findet Ihr unter: www.bogotagraffiti.com

 

Verkehr in Bogotá – Ein Jahrtausendprojekt

Apropos öffentlicher Verkehr in Bogotá. Dieser besteht aus einem Netz von Bussen – kleinen wie großen. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit war es in Bogotá nämlich nicht möglich, ein U Bahn-Netz einzurichten. Stattdessen verkehren seit dem Jahr 2000 zahlreiche Busse, die TransMilenios, auf festen Linien in der schachbrettartig aufgeteilten Stadt. Dieses Bussystem funktioniert einigermaßen effektiv, stehen den roten TransMilenios, den Großraumbussen, doch eigene Fahrspuren zur Verfügung. Im Gegensatz zu den kleineren Bussen existieren für die TransMilenios feste Haltestellen und das Netz ist gemäß eines U Bahn-Netzes aufgebaut.

Weitere Besonderheiten des Verkehrs in Bogotá sind Pico y Placa - an einem Tag dürfen in den Stoßzeiten nur Autos mit geraden Zahlen im Nummernschild fahren, am nächsten Tag nur jene mit ungeraden Zahlen - und die sonntägliche Ciclovia. Bei diesem Event werden etwa 120 Kilometer des Straßennetzes in Bogotá für den ansonsten enormen Autoverkehr gesperrt. Nur Radfahrer, Jogger, Fußgänger oder Inlineskater dürfen sich dann auf diesen Straßen bewegen. Dabei gibt es jede Menge Musik, Party und vieles mehr zu erleben. Etwa zwei Millionen Menschen kommen in Bogotá so an jedem  Sonntag zusammen.

Fußball in Bogotá

Natürlich wird in Bogotá auch Sport auf professioneller Ebene betrieben. So beherbergt das Estadio Nemesio Camacho, kurz „El Campín“ genannt, gleich zwei kolumbianische Traditionsvereine. Neben dem Millionarios Futbol Club, der es auf 14 nationale Meisterschaften bringt, spielt in dem 40.000 Zuschauer fassenden Stadion auch der siebenmalige Meister Santa Fe CD. Der dritte Erstligaclub Bogotás, La Equidad, spielt im Süden der Stadt. Aber auch für sportlich Aktive gibt es ein großes Sportangebot in Bogotá und auch den kolumbianischen Volkssport Tejo kann man in der Hauptstadt selbstverständlich spielen.

 

Plaza Bolívar - Das Zentrum Bogotás

Der bedeutendste Platz der Stadt ist der Plaza Bolívar, an dessen Justizpalast sich bereits dramatische Szenen abspielten: Guerilleros hatten ihn einst besetzt, was zur Zerstörung und dem Neubau des Justizpalastes führte. Steht man auf dem Plaza Bolívar sieht man bereits ein weiteres Highlight Bogotás, den 3.152 Meter hohen Monserrate (im Bild-Hintergrund), der die Stadt nach Westen hin abschirmt und weiteres Wachstum in diese Richtung verhindert. Über eine Seilbahn kann man die Spitze des Berges erreichen und von der oben ansässigen Kirche die Aussicht auf den darunterliegenden Geschäftsbezirk (unten im Bild) der Metropole und den Rest von Bogotá genießen.

 

 

Welche Stadtviertel sollte man in Bogotá meiden

In manchen Städten – egal ob Europa oder anderswo – gilt es, gewisse Bezirke oder Stadtviertel zu meiden. In Bogotá ist dies nicht anders. Nachdem die berüchtigtste Ecke Bogotás, die Calle del Cartucho (im Stadtteil Santa Inés, ganz im Süden Bogotás gelegen) 2006 abgerissen wurde, verlagerte sich dieses Problemviertel jedoch nur minimal. Viele der ehemaligen Anwohner der Cartucho ließen sich in unmittelbarer Nähe in der sogenannten „Bronx“ nieder. Ansonsten hat man heute vor allem in der Altstadt Bogotás ein sicheres Gefühl, ist die Polizeipräsenz doch so erhöht worden, dass Touristen sich dort sicher fühlen können. In dieser Hinsicht hat sich viel getan in Bogotá und dem Rest Kolumbiens, das in Zukunft natürlich vermehrt zum Touristenmagneten werden möchte.

Auch sehenswert: Die Salzkathedrale von Zipaquirá

Knapp 50 km von Bogotá entfernt liegt die Gemeinde Zipaquirá, in welcher sich die berühmte Salzkathedrale befindet. Sie ist unterirdisch in ein stillgelegtes Salzbergwerk gehauen und gehört zu den größten religiösen Bauwerken der Welt. Eines der außergewöhnlichsten ist es ohnehin.

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