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Kultur

22
Mai2015

Copa America 2015 – So läuft´s für Kolumbien

Copa America 2015 – So läuft´s für Kolumbien adidas

Hier findet ihr in den kommenden Wochen alles rund um Kolumbiens Auftritt bei der Copa America 2015. Kader, Spielplan und Ergebnisse – fortlaufend aktualisiert.

Nach den guten Auftritten bei der Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr und dem unglücklichen Aus im Viertelfinale gegen Brasilien, gehört die kolumbianische Nationalmannschaft bei der diesjährigen Copa America in Chile zum Favoritenkreis. Ob das den Druck auf Stars wie James Rodriguez oder Radamel Falcao, der die WM verletzungsbedingt verpasst hatte, zu sehr in die Höhe schraubt, oder ob die Seleccion die von den Fans in sie gesetzten Erwartungen erfüllen kann, bleibt abzuwarten. 2001 gelang Kolumbien mit dem Sieg bei der Copa America der bisher einzige internationale Titelgewinn.

Die Copa America 2015 findet vom 11. Juni  bis zum 5. Juli statt.

 

 


27. Juni: Unglückliche Niederlage im Elfmeterschießen

Aus für Kolumbien im Viertelfinale. Argentinien zieht mit 5:4 (i.E.) ins Halbfinale der Copa America 2015 ein. Nachdem die Viertelfinal-Partie Kolumbiens gegen Argentinien nach 90 Minuten bei Stand von 0:0 keinen Sieger gefunden hatte – Argentinien hatte bis zu diesem Zeitpunkt mehr vom Spiel und auch die besseren Tormöglichkeiten – ging es direkt ins Elfmeterschießen. Wegen einer Regelbesonderheit wird bei der Copa America nur im Finale eine Verlängerung gespielt.

Das Elfmeterschießen entschädigte die Zuschauer in Sachen Spannung, war diese in den 90 Minuten zuvor doch eher Mangelware. Einzig der Schiedsrichter sorgte mit zerfahrenen Entscheidungen anfangs für Unordnung, zeigte früh zu viele gelbe Karten. Argentinien war vor allem in der ersten Halbzeit überlegen und zeigte die reifere Spielanlage. Kolumbiens Tricolor konnte sich in der Folge mehrfach bei Torhüter David Ospina bedanken, der seine Mannschaft mit teilweise unglaublichen Reflexen im Spiel hielt.

Im Elfmeterschießen trafen dann die ersten drei Schützen beider Seiten. Die letzten drei Spieler Kolumbiens verschossen aber allesamt, so dass auch die beiden folgenden, nicht verwandelten Elfmeter der Albiceleste nicht weiterhalfen. Carlos Tevez verwandelte seinen Elfmeter zum 5:4 und sorgte damit für die Entscheidung. Argentinien trifft nun im Halbfinale auf Paraguay, das seinerseits Mitfavorit Brasilien ebenfalls im Elfmeterschießen (4:3) ausgeschaltet hatte. Das zweite Halbfinale bestreiten Gastgeber Chile und Peru.

Lionel Messi wurde nach der Partie gegen Kolumbien zum „Man of the Match“ gekürt. Eine Entscheidung, die wie bei der WM in Brasilien, als er mit dem Goldenen Ball ausgezeichnet wurde, für Unverständnis sorgte. Torhüter Ospina hatte mit seinen Paraden zuvor überhaupt erst dafür gesorgt, dass es zu diesem spannenden Elferkrimi kommen konnte.

 

22. Juni: 0:0 gegen Peru – Kolumbien mit Mühe und dank Brasilien weiter

Hätte es in der Partie zwischen Brasilien und Venezuela zum Abschluss der Gruppenphase bei der Copa America 2015 keinen Sieger gegeben, hätte die kolumbianische Nationalmannschaft in die Röhre geschaut. So genügt Peru das torlose Remis zum zweiten Platz in der Gruppe C und auch Kolumbien verhilft der 2:1-Sieg Brasiliens gegen Venezuela zum Weiterkommen. Kolumbien reicht letztlich der dritte Platz aus, um das Viertelfinale zu erreichen. Mit Argentinien wartet dort nun der Titelkandidat Nummer 1.

Zwar war Kolumbien in der Partie gegen Peru wie schon gegen Venezuela feldüberlegen, konnte sich jedoch erneut nur wenige hochkarätige Chancen herausspielen. So wurde ein Schuss von Falcao aus kurzer Distanz in der ersten Hälfte pariert und auch in der zweiten Halbzeit scheiterten die Kolumbianer immer wieder am Schlussmann oder der vielbeinigen peruanischen Abwehr um Carlos Zambrano von Eintracht Frankfurt. Doch auch David Ospina, Keeper Kolumbiens, musste bei einigen Distanzschüssen der Peruaner seine ganze Klasse aufbieten. Neben Zambrano konnten sich auf Seiten Perus die aus der Bundesliga bekannten Claudio Pizarro, Jefferson Farfán und Paolo Guerrero nach dem nicht unverdienten Unentschieden über Gruppenplatz zwei freuen.

Vor dem Turnier als Mitfavorit gehandelt, konnte Kolumbien die hohen Erwartungen bisher noch nicht erfüllen. Einzig gegen Brasilien gelang ein Sieg (1:0) bei der 44. Ausgabe der Copa America. Gegen die beiden vermeintlich schwächeren Teams der kolumbianischen Gruppe C reichte es nur zu einem Unentschieden gegen Peru. Gegen Venezuela musste man sich im Auftaktmatch sogar mit 0:1 geschlagen geben.

Ausgerechnet Brasilien verhilft Kolumbien zum Weiterkommen

Kolumbien zieht mit der mageren Bilanz von 1:1 Toren, vier Punkten und ausgerechnet dank Brasilien - das im Turnier nun ohne den für vier Spiele gesperrten Neymar auskommen muss - in das Viertelfinale gegen Argentinien ein. Insbesondere Falcao, der im letzten Gruppenspiel von Zambrano überwiegend ausgeschaltet wurde, WM-Torschützenkönig James Rodriguez und Juan Cuadrado müssen sich am kommenden Samstag (27.06, 1:30 MEZ) steigern, um gegen Argentinien bestehen zu können. Immerhin: Gegen einen mutmaßlich großen Gegner wie Brasilien machte die Seleccion ihr bislang bestes Spiel. Das könnte doch Anlass zur Hoffnung für die Mannen von Coach José Pekerman geben, tut sich die kolumbianische Mannschaft in der Favoritenrolle und wenn sie das Spiel selbst machen muss doch schwerer.

 

18. Juni: Kolumbien schlägt Brasilien mit 1:0 – Neymar rastet aus

Es wurde ein umkämpftes bis hartes Duell zwischen Brasilien und Kolumbien, die zuletzt 1991 gegen den Rekordweltmeister gewannen. Die lange Durststrecke beendeten nun jedoch nicht die kolumbianischen Superstars James Rodriguez und auch nicht Falcao. Der kolumbianische Verteidiger Jeison Murillo, der in der 35. Minute nach einem Freistoß und der darauffolgenden Unordnung im brasilianischen Strafraum die Übersicht behielt und flach unten links einschob, sorgte für den vielumjubelten Sieg der Kolumbianer vor 44.000 Zuschauern in Santiago de Chile.

Und dieser Sieg war nicht einmal unverdient. Brasilien kam zwar zu Chancen durch Neymar, Fred, Willian und auch durch den aus Hoffenheim bekannten Firmino, doch über weite Strecken blieb ihr Spiel zu harmlos. Auch nach der Führung spielte Kolumbien weiter mutig nach vorne und kam ebenfalls zu guten Gelegenheiten. So war die erste Niederlage der brasilianischen Selecao nach elf Siegen in Folge unter Trainer Carlos Dunga nach 90 Minuten perfekt.

Neymar verliert die Nerven - Bacca fliegt

Ein Gerangel nach dem Schlusspfiff zwischen dem kolumbianischen Stürmer Bacca und Superstar Neymar sorgte dafür, dass beide beim Verlassen des Spielfeldes gesperrt wurden. Zunächst hatte Neymar mit einem absichtlichen Schuss gegen den Rücken des Kolumbianers Armero für eine Aufregung gesorgt. Anschließend versuchte er einen Kopfstoß gegen den Torschützen Murillo woraufhin Carlos Bacca den Brasilianer heftig schubste. Neymar und Bacca wurden jeweils mit der roten Karte bedacht und fallen mindestens ein Spiel aus.

Somit fällt Neymar erneut nach einem Spiel gegen Kolumbien aus – nur dieses Mal nicht wegen einer Verletzung. Kolumbien indes trifft am Sonntag im letzten Gruppenspiel auf Peru und kann sich Chancen, eine Leistung wie gegen Brasilien vorausgesetzt, auf den Einzug ins Viertelfinale ausrechnen.

 

15. Juni: Kolumbien verliert Auftaktspiel

Kolumbien hat zum Auftakt der Copa America im chilenischen Rancagua einen waschechten Fehlstart hingelegt: Die mit Stars wie James Rodriguez, Radamel Falcao, Carlos Bacca und Jackson Martínez gespickte Tricolor verlor überraschend ihr Auftaktspiel mit 0:1 (0:0) gegen Venezuela. Kolumbien war zunächst zwar deutlich feldüberlegen, vor dem Tor jedoch nicht effektiv genug. Man scheiterte immer wieder an den defensiv stehenden venezolanischen Abwehrreihen und Venezuela selbst kam schon in der ersten Hälfte zu den klareren Chancen. Jose Salomon Rondon erzielte schließlich den Siegtreffer in der 60. Minute. Kolumbiens Keeper Ospina war beim Kopfball Rondons machtlos.

Ob der Traum vom zweiten Titelgewinn bei der Copa America für Kolumbien noch aufrechterhalten werden kann, zeigt sich bereits im nächsten Gruppenspiel. Schon am Donnerstag (18.6.2015) trifft Kolumbien auf Brasilien, das sein Auftaktspiel mit Mühe 2.1 gegen Peru gewinnen konnte.

 

Letztes Vorbereitungsspiel: Kolumbien - Costa Rica

Durch ein Tor von Radamel Falcao hat Kolumbien sein letztes Vorbereitungsspiel für die Copa America gegen die Elf aus Costa Rica gewonnen. Der Stürmerstar traf in Buenos Aires in der 47. Minute und sorgte damit für eine gelungene Generalprobe. Kolumbien startet am 14. Juni gegen Nachbar Venezuela in die Copa America.

 

Falcao ist Kolumbiens Kapitän bei der Copa America

Der in der vergangenen Saison für Manchester United spielende Falcao wird Kolumbien als Kapitän in die Südamerikameisterschaft Copa America führen. Aktuell wird Falcao übrigens mit dem FC Chelsea in Verbindung gebracht. Zwei Wochen vor der Südamerika-Meisterschaft in Chile hat der kolumbianische Nationaltrainer José Pekerman auch James Rodríguez (Real Madrid), Torhüter David Ospina, der mit dem FC Arsenal gerade den FA Cup gewonnen hat, in den endgültigen Kader (siehe unten) berufen. Mit der bisherigen Vorbereitung zeigte sich Pekerman zufrieden, die Spieler seien in guter Verfassung. 

 

Kolumbiens Trikots für die Copa America

In diesen Trikots wird Kolumbiens Nationalmannschaft ihre Spiele bei der Copa America 2015 bestreiten.

 


Die Gruppen und der Spielplan der Copa America 2015

 Die Copa América de Fútbol (©Hazaña17)

Gruppe A: Chile, Mexiko, Ecuador, Bolivien

Gruppe B: Argentinien, Uruguay, Paraguay, Jamaika

Gruppe C: Brasilien, Kolumbien, Peru, Venezuela

 

Hier geht es zum Spielplan und den Ergebnissen der Copa Ameria 2015

Kolumbiens Kader für die Copa America 2015

Diese 23 Spieler nominierte Kolumbiens Nationaltrainer José Pekerman für die Copa America 2015:

Torhüter
Cristian Bonilla, David Ospina, Camilo Vargas
Abwehr
Darwin Andrade, Santiago Arias, Pablo Armero, Juan Cuadrado, Pedro Franco, Jeison Murillo, Carlos Valdés, Cristián Zapata, Juan Zúñiga
Mittelfeld
Edwin Cardona, Edwin Valencia, Alexander Mejia, James Rodríguez, Carlos Sánchez
Sturm
Carlos Bacca, Radamel Falcao, Teófilo Gutiérrez, Víctor Ibarbo, Jackson Martínez, Luís Muriel

 

Copa America – Der Modus

Bereits zum 44. Mal wird die Copa America in diesem Jahr ausgetragen – zum siebten Mal findet das Turnier in Chile statt. Gespielt wird zunächst in einer Gruppenphase (drei Gruppen à vier Mannschaften) mit anschließender K.-o.-Runde. Das Viertelfinale erreichen die beiden besten Mannschaften jeder Gruppe sowie die zwei besten Drittplatzierten. Der Sieger der Copa America 2015 nimmt am Confed Cup 2017 in Russland teil. Die Besonderheit an der Copa America: Neben den 10 Mitgliedsverbänden der CONMEBOL (Südamerikanische Fußball-Konföderation) nehmen seit 1993 auch jeweils zwei nicht südamerikanische Mannschaften teil. Neben Dauergast Mexiko (neun Teilnahmen) ist in diesem Jahr Jamaika zum ersten Mal dabei.

Gespielt wird in folgenden acht chilenischen Städten: Santiago de Chile, Concepción, Valparaíso, Viña del Mar, Antofagasta, La Serena, Temuco und Rancagua (in der Hauptstadt Santiago de Chile wird in zwei verschiedenen Stadien gespielt). Eröffnungsspiel sowie das Finale finden im Nationalstadion Chiles, im Estadio Nacional in Santiago de Chile statt.

Rekordsieger, Torjäger, Teilnahmen - Die Rekorde bei der Copa America

Nach dem Olympischen Fußballturnier ist die Copa America das zweitälteste noch stattfindende Fußballturnier der Nationalmannschaften. Seit 1916 wird das Turnier ausgetragen und findet aktuell alle vier Jahre statt (der Austragungsrhythmus änderte sich im Laufe der Zeit mehrfach). Rekordsieger bei der Copa America ist Uruguay mit 15 Titeln, gefolgt von Argentinien (14) und Brasilien (8).

Alle Titelträger:
Uruguay      18
Argentinien 14
Brasilien      8
Paraguay     2
Peru             2
Kolumbien   1
Bolivien        1

Uruguay ist mit 41 Teilnahmen dazu auch der Rekordteilnehmer vor Argentinien (39) und Chile (36). Rekordweltmeister Brasilien nahm bisher 33-mal teil, Kolumbien 20-mal. Rekordspieler mit insgesamt 34 Einsätzen bei der Copa America ist der Chilene Sergio Livingstone. Toptorjäger ist der Argentinier Norberto Mendez mit 17 Toren bei seinen drei Teilnahmen 1945, 46, 47 (aufgrund des aktuellen Austragungsrhythmus von allen vier Jahren, wird dieser Rekord wohl nicht mehr zu brechen sein). Bester Torjäger unserer Generation ist der Argentinier Gabriel Batistuta mit 13 Toren. „Batigol“ benötigte dafür ebenfalls drei Turnierteilnahmen.

Kolumbien gewann das Turnier im Jahr 2001 als Gastgeber Verlustpunktfrei und sogar ohne Gegentor. Im Finale bezwang man Mexico mit 1:0. Der Kolumbianer Victor Aristizábal wurde mit sechs Toren Torschützenkönig der Copa America 2001. Beim anschließenden Confed Cup 2003 in Frankreich erreichte die Seleccion das Halbfinale und schied dort gegen Kamerun aus. Das Spiel um Platz 3 ging gegen die Türkei mit 1:2 verloren.

 

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